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“Eine Stadt für Alle” – Breites Bündnis ruft auf zur 8. Meile der Demokratie

Am Mittwochabend fand in der Magdeburger Altstadt das Mobilisierungstreffen zur 8. Meile der Demokratie am 16. Januar statt. Auch in diesem Jahr ruft ein breites Netzwerk der Zivilgesellschaft wieder zu kreativem Protest gegen Rassismus und für ein respektvolles Miteinander auf.
Am 16. Januar 1945 kehrte der Krieg, den Deutschland in viele Länder der Welt getragen hatte, nach Magdeburg zurück. In der Vergangenheit versuchten rechte Gruppierungen diesen Tag immer wieder zu instrumentalisieren – doch seit einigen Jahren setzt Magdeburgs Zivilgesellschaft auf einen koordinierten Protest und einen Aufruf zum Miteinander und Demokratie.
“Wir sind entsetzt über den Überfall auf die IGS Regine Hildebrandt am Montag. Leider reiht sich dieser Vorfall aber ein in eine lange Liste von rassistischen Übergriffen und Aktionen in der ganzen Stadt während der letzten Monate”, so Susanne Wiedemeyer, Specherin des Bündnis gegen Rechts Magdeburg und eine der Initiatorinnen der Meile.
Gleichzeitig engagieren sich zahlreiche Menschen in Magdeburg für eine weltoffene Stadt und für die neu hinzukommenden Menschen in der Stadt. Daher soll am 16. Januar 2016 unter dem Motto “Eine Stadt für alle” gemeinsam ein deutliches Zeichen für ein demokratisches und weltoffenes Magdeburg gesetzt werden. Mit vielen Aktionen am Breiten Weg, aber auch einigen Meilensteinen in anderen Stadtteilen, soll gezeigt werden, dass Magdeburg ein Ort ist, an dem Menschen unabhängig von Herkunft, Aufenthaltsstatus oder anderer Merkmale verschieden sein können und friedlich zusammenleben.
Der Auftakt der 8. Meile der Demokratie findet am 16.01.2016 um 12 Uhr auf dem Alten Markt statt. Hier geht es zum Aufruf!