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„Wir haben ja im Januar immer diesen Naziaufmarsch“ – Die Geschichte der Magdeburger Proteste

Seit 2002 geht das Bündnis gegen Rechts Magdeburg (BgR) jedes Jahr im Januar auf die Straßen – bei jedem Wetter und mit unterschiedlichen Aktionsformen. Auch die „Meile der Demokratie“ mit den, nach aktuellem Stand 12 Meilensteinen, und anderen Aktionen auf den Straßen der Stadt wird vom BgR maßgeblich unterstützt – in diesem Jahr zum ersten Mal nicht nur gegen Nazis und ihre Aktivitäten, sondern auch gegen rassistische Hetze.

In einer neuen Broschüre, welche ab jetzt online zum Download gestellt wurde, werden die Entwicklungen seit den 90er Jahren nachgezeichnet: Wie haben sich die Formen des Gedenkens an die Bombardierung Magdeburgs am 16. Januar 1945 entwickelt? Was verbinden die Neonazis mit dem 16. Januar, und worum geht es ihnen mit ihrem „Trauermarsch“? Wie haben sich die Proteste des Bündnis gegen Rechts gegen die Naziaktivitäten entwickelt und auf welche Schwierigkeiten stoßen sie?

Foto_Broschüre BgR

„Wir wollen mit der Broschüre keine fertigen Antworten liefern, sondern Diskussionen versachlichen, Differenzierungen ermöglichen und Denk- und Diskussionsanstöße geben“, so Christine Böckmann vom BgR. „Magdeburg ist kein Ort für Nazis und kein Ort für rassistische Hetze! Magdeburg ist ein Ort, an dem Menschen unabhängig von Herkunft, Aufenthaltsstatus oder anderer Merkmale verschieden sein können und friedlich zusammenleben.“

Diese Vision von Magdeburg als einer Stadt für alle soll durch die Meile der Demokratie auf die Straßen und zu den Menschen in Magdeburg getragen werden.

Link zum Download der Broschüre.